Telefon

Unseren Service erreichen Sie
täglich von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter
0800 202 032

Eine schöne englische Landschaft
BLOG
Die feine englische Art

Rudyard Kipling: der Mann hinter dem „Dschungelbuch“

Rudyard Kipling: der Mann hinter dem „Dschungelbuch“

Rudyard Kipling in London, 1895

„Das Dschungelbuch“ ist – wie übrigens auch „Bambi“ – eines jener literarischen Werke, die fast komplett hinter ihrer Disney-Verfilmung verschwunden sind. Was aber ein bisschen schade ist, denn das Original ist immer noch lesenswert, nicht nur für Jugendliche. Autor Rudyard Kipling, ein im Indien der Kolonialzeit geborener Engländer, verwob die Eindrücke seiner Kindheit mit viel Fantasie und poetischer Sprache zu einer Sammlung von Erzählungen.

Menschenjunge Mogli, Panther Baghira, Bär Balu und der böse Shir Khan stehen nur bei einem Teil dieser Geschichten im Mittelpunkt; für den Zeichentrickfilm aus dem Jahr 1967 wurden die Figuren in eine weitgehend neu erfundene Handlung eingefügt. Mal sehen, wie die neueste Filmversion (wiederum aus den Disney-Studios, aber kein Cartoon) im Vergleich zur Vorlage abschneidet. Sie kommt im April in unsere Kinos.

Kipling, heute vor 80 Jahren gestorben, war erster englischsprachiger und mit 42 Jahren auch jüngster Träger des Literaturnobelpreises. Er war berühmt für seine Erzählkunst und Vorbild vieler prominenter Schriftsteller – sogar George Orwell, der Kipling nicht ganz zu Unrecht als Imperialisten kritisierte, erkannte die Qualität seiner Werke an. Rudyard Kiplings Leben war von radikalen Wechseln geprägt (er wurde mit fünf zu einer Pflegefamilie nach England geschickt, während die Eltern in Indien blieben, und wohnte später nacheinander wieder in Indien, in London, in den USA und in Devon). Und leider mussten er und seine Frau zwei Schicksalsschläge ertragen: Ihre erstgeborene Tochter starb als kleines Kind, und ihr Sohn fiel im Ersten Weltkrieg, nur 18 Jahre alt.

Wer sich über den Vornamen Rudyard wundert, ist nicht allein. Benannt wurde Kipling nämlich nach Rudyard Lake, einem Stausee in Staffordshire, der seinen jungverliebten Eltern bei einem Ausflug gut gefallen hatte. Und Rudyard Lake wiederum trägt den Namen – und zwar den Nachnamen – des Ralph Rudyard, der in der Schlacht von Bosworth König Richard den Dritten erschlagen haben soll.

Hier geht´s zum Trailer des neuen Films: www.filmstarts.de/kritiken/222692.html

Schreiben Sie uns einen Leserbrief

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass die Redaktion sich die Entscheidung vorbehält, ob und wann Ihr Leserbrief an dieser Stelle veröffentlicht wird.

Ihre E-Mail Adresse, den Vornamen und Ihren Namen benötigen wir zur Direktkommunikation zu Ihrer Veröffentlichung, etwa um Missbrauch und Fälle von Rechtsverletzungen unterbinden zu können. Ihre Daten werden ausschließlich in Zusammenhang mit dieser Kommentarfunktion genutzt und zu diesem Zweck in elektronischer Form gespeichert. Eine Weitergabe Ihrer Daten oder Teile davon erfolgt ausdrücklich nicht. Die entsprechende Datennutzung akzeptieren Sie mit dem Ausfüllen und Absenden dieses Formulars. Weitere Informationen zum Schutz Ihrer persönlichen Daten finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Bitte füllen Sie das Formular aus (alle Felder müssen ausgefüllt sein).

Leserbriefe (0)

Keine Leserbriefe gefunden!

Neuen Leserbrief schreiben

Mehr aus der Rubrik "Kultur-Kompass"

Syd Barrett: Das leise Erbe eines lauten Anfangs

Kultur-Kompass | von Judith Heede

Manche Karrieren beginnen nicht mit einem konkreten Plan, sondern mit einer Idee, die durch die Decke geht. So im Fall von Syd Barrett, der heute 80…

Weiterlesen
Die sehenswertesten Ausstellungen in London 2026

Kultur-Kompass | von Heike Fries

Im Jahr 2026 ist in London einiges los in Sachen Kunst – von zeitgenössischen Ikonen über einen malenden Winston Churchill und bis hin zu…

Weiterlesen
Jeremy Irons in Irland: Ein Mann, ein Schloss

Kultur-Kompass | von Judith Heede

Jeremy Irons ist ein Mann, der nicht erklären möchte, warum er so lebt, wie er lebt. Er ist auch keiner, der das Setting ausschlachtet, obwohl es sich…

Weiterlesen
Paddington: Wie ein Teddybär zur britischen Ikone wurde

Kultur-Kompass | von Judith Heede

Die Geschichte von Paddington beginnt eher unscheinbar. Michael Bond, damals Kameramann bei der BBC, entdeckte 1956 in einem Londoner Kaufhaus einen…

Weiterlesen