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Eine schöne englische Landschaft
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Die feine englische Art

Wo man den britischen Frühsommer am Meer am schönsten erlebt

Das Lindisfarne Castle

Noch bevor der Sommer beginnt, zeigt sich die Küste Großbritanniens oft von ihrer schönsten Seite: klares Licht, Ruhe sowie Hotels und Gästehäuser, die noch bezahlbar und nicht ausgebucht sind. Hier kommen unsere Geheimtipps für einen Kurz- oder Langtrip, wenn die Tage länger werden und das Fernweh wächst.

Die britische Küste ist vor dem Hochsommer oft die bessere Wahl. Nicht wegen des zuverlässigen Badewetters, sondern weil die Orte in diesen Wochen am reizvollsten sind. Die Wege sind frei, Hotels und Cafés öffnen wieder, aber noch ohne den üblichen Ferienbetrieb. Wer jetzt ans Meer fährt, bekommt mehr Natur, frische Luft und deutlich weniger Stress bei der Organisation.

Das lässt sich an unseren ausgewählten, sehr unterschiedlichen Orten gut beobachten. Holy Island in Northumberland, Orford Ness in Suffolk und die Llŷn-Halbinsel in Wales könnten kaum verschiedener sein. Gerade deshalb ergänzen sie sich so gut. Die eine Küste ist gezeitenabhängig und fast asketisch, die andere rau und voller Geschichte, die dritte weitläufig und offen genug für mehrere Tage.

Holy Island – Urlaub im Takt der Gezeiten

Holy Island verlangt schon bei der Anreise etwas mehr Aufmerksamkeit als andere Küstenorte. Die Insel ist nur bei Ebbe über den Damm zugänglich. Man kommt also nicht einfach irgendwann vorbei, sondern plant den Besuch nach den Gezeiten. Das macht den Tag hier gleich von Anfang an ein bisschen spezieller.

Auf der Insel lohnt sich ein Besuch des Lindisfarne Castle sowie der faszinierenden Ruinen der Priory. Genießen Sie die weiten, offenen Flächen, entdecken Sie das Watt und beobachten Sie die vielfältige Vogelwelt, während Sie die herrliche Aussicht aufs Wasser auf sich wirken lassen. Im Frühsommer ist es hier besonders angenehm, weil die Insel noch nicht vom Tagestourismus geplagt wird. Sie können gemütlich spazieren gehen, die Natur genießen, eine Pause einlegen, nochmals umkehren und sich alles in Ruhe ansehen. Später im Jahr wird das deutlich schwieriger.

Orford Ness und die Küste ohne Seebadkulisse

Orford Ness in Suffolk hat mit einem klassischen Seebad wenig zu tun. Es gibt keine Promenade, keine bunten Strandhäuser und keine offensichtlichen optischen Gefälligkeiten. Stattdessen setzt man mit der Fähre von Orford über und landet auf einer schmalen, windgepeitschten Landzunge, die jahrzehntelang militärisch genutzt wurde. Auf dem Gelände stehen noch heute ehemalige Testgebäude, Beobachtungspunkte und Reste jener Infrastruktur, mit der hier im 20. Jahrhundert unter anderem an Radar- und Waffentechnologie gearbeitet wurde.

Man läuft hier über Kieswege durch eine Landschaft, die gleichzeitig offen, spröde und beinahe unheimlich still wirkt. Wer hierherkommt, sollte Zeit für die Überfahrt, den Rundweg und die Geschichte des Ortes einplanen. Danach lohnt sich noch ein Abstecher zurück ins Dorf Orford, vielleicht für einen Lunch im Butley Orford Oysterage oder beim Jolly Sailor, bevor es weitergeht.

Die Llŷn Peninsula für ein paar Tage Wales

Die Llŷn-Halbinsel in Nordwestwales ist kein Ort zum Abhaken auf der Bucket-List, sondern eine ganze Küstenlandschaft, die sich über Strände, Buchten, schmale Straßen, Küstenwege und kleine Orte erstreckt. Dörfer und Städtchen wie Aberdaron oder Abersoch sind gute Ausgangspunkte, aber die Halbinsel erschließt sich nicht über einen einzelnen Höhepunkt, sondern über ihre Abfolge aus Küstenstraße, kleinen Stränden, Headlands und Fischerorten.

Historisch gesehen war Pen Llŷn lange eine Pilgerstätte, nicht zuletzt wegen der Nähe zu Bardsey Island, die über Jahrhunderte als wichtiger religiöser Ort galt. Heute fährt man eher dorthin, um auf dem Wales Coast Path zu wandern. Für einen ersten Tag bietet sich Aberdaron an, mit seinem Strand, der Kirche St Hywyn’s und dem Blick hinüber nach Bardsey; wer weiterfährt, sollte Porthor, die „Whistling Sands“, nicht auslassen.

Abersoch ist die bequemere, etwas elegantere Basis, wenn man Meer mit guten Adressen verbinden möchte. Dort gilt The Potted Lobster als sichere Wahl für Seafood, während das Gwesty Ty Newydd in Aberdaron frischen Fisch und Meeresfrüchte direkt am Meer serviert. Wer länger bleibt, fährt weiter die Küste entlang, macht Halt in Porthdinllaen oder an Porth Neigwl, lässt das Auto zwischendurch einfach stehen und atmet die frische Seeluft ein.

So holen Sie sich den britischen Frühsommer nach Hause

Wer nicht gleich nach Northumberland, Suffolk oder Wales fährt, kann sich ein gutes Stück britische Küstenstimmung auch in den eigenen Garten holen. Am besten nicht zu poliert und nicht zu bunt, sondern mit Pflanzen und Materialien, die an windige Wege, Dünen und verwilderte Küstenränder erinnern. Strandhafer, Kiesflächen, Disteln, Lavendel, Ginster in großen Töpfen, dazu vielleicht noch Gräser, Salbei oder ein paar silbrige Blätter, die Licht und Trockenheit gut vertragen.

Statt glatter Terrassenmöblierung passen eher verwittertes Holz, ein schlichter Liegestuhl im Streifenlook, eine Bank mit Kissen in gedeckten Farben oder sogar ein klassischer Strandstuhl, wenn genug Platz da ist. Dazu eine Picknickdecke im Tartanmuster, Leinenservietten und Geschirr, das nicht nach Gartenparty-Dekor aussieht, sondern nach Dingen, die man einfach seit anno dazumal hat und schon genauso lange benutzt.

Und wenn schon Frühsommer im britischen Stil, dann bitte auch mit dem richtigen Inhalt im Picknickkorb. Pimm’s mit Minze, Gurke, Orange und Erdbeeren passt ebenso dazu wie Gurkensandwiches, Scones mit Clotted Cream und Erdbeerkonfitüre, Cheddar, Shortbread, vielleicht noch ein paar Sausage Rolls oder kleine Scotch Eggs. Mehr braucht es kaum. Vielleicht ein bisschen Wind um die Nase.

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