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Tee, Tanz und die feine englische Art: Ein Tea Dance in Zürich

Tee, Tanz und die feine englische Art: Ein Tea Dance in Zürich

Ein feiner Afternoon Tea, ein Liveorchester und zwischendurch eine Runde über das Tanzparkett: Bei einem Tea Dance kommen gleich mehrere schöne Seiten britischer Lebensart zusammen. Am 24. Oktober lädt die Tea-Dance-Party im Carlton in Zürich dazu ein, diese Tradition zu erleben. THE BRITISH SHOP unterstützt die Veranstaltung als Sponsor. Wir haben mit Jürg Meier darüber gesprochen, wie Tee und Tanzen zusammenfinden – und warum auch Gäste, die lieber zuschauen, einen vergnüglichen Nachmittag erwarten dürfen.

Welche Rolle spielt Großbritannien in Ihrem Leben, und wie kamen Sie auf die Idee, einen Tea Dance zu veranstalten?

Ich bin seit rund 30 Jahren Teeliebhaber und habe 2002 auch den Schweizer Teeclub gegründet, einem Verein für Teeliebhaber. Dabei beschäftigt man sich natürlich zunächst viel mit den großen asiatischen Teekulturen, etwa in China, Japan und Indien. Früher oder später richtet sich der Blick aber auch nach Europa. Besonders faszinierend finde ich, dass die Briten eine eigene Teekultur entwickelt haben. Der Afternoon Tea gehört dazu, und seine Geschichte interessiert mich sehr.

Ich selbst habe nie in Großbritannien gelebt, fühle mich dem Land aber durch den Tee verbunden. Meine Partnerin und ich tanzen außerdem sehr gern. Die Tea-Dance-Party ist gewissermaßen die Schnittmenge unserer beiden Leidenschaften: Tee und Tanz.

Was hat es mit der Tradition des Tea Dance auf sich?

Der Afternoon Tea war ursprünglich eine vergleichsweise kleine, private Zusammenkunft. Im Laufe der Zeit entwickelte er sich immer stärker zu einem gesellschaftlichen Ereignis. Das Essen wurde aufwendiger, und irgendwann kam Musik dazu – damals natürlich Livemusik. Von dort war es nur noch ein kleiner Schritt zum Tanzen. Als der Tango Anfang des 20. Jahrhunderts populär wurde, bekam auch diese Verbindung von Tee und Tanz neuen Schwung.

Mich begeistert daran, dass so vieles zusammenkommt: gutes Essen, Musik, Bewegung und die Gelegenheit, sich zu unterhalten.

Sie veranstalten die Party bereits zum zweiten Mal. Wie haben Sie die erste erlebt?

Es war eine sehr erfreuliche Veranstaltung, mit guter Stimmung und gutem Essen. Die Gäste kamen mit unterschiedlichen Interessen: Manche wollten vor allem tanzen, andere interessierten sich für England und den Tee. Am Ende gingen alle fröhlich nach Hause. Das war für uns natürlich besonders schön.

Nun gibt es Menschen, die einen Afternoon Tea lieben, aber nicht tanzen möchten. Andere kommen vor allem wegen der Musik. Wie sorgen Sie dafür, dass sich beide Gruppen wohlfühlen?

Das ist tatsächlich eine Frage, die uns häufig begegnet. Die Teeliebhaber sagen: „Ich tanze aber nicht.“ Und die Tänzer fragen: „Was genau ist eigentlich ein Afternoon Tea?“ Deshalb erklären wir auf unserer Veranstaltungsseite ausdrücklich, was die Gäste erwartet.

Man muss keineswegs selbst tanzen, um den Nachmittag zu genießen. Ich bin bei meinen Recherchen auf das Buch „The Tango and How to Dance it” aus dem Jahr 1913 gestoßen. Darin beschreibt ein Herr, der selbst nicht tanzte, wie wunderbar er sich den ganzen Nachmittag unterhalten hatte: Er hörte die Musik, schaute den Tänzern zu und genoss die Gesellschaft. Für ihn war es ein besonders amüsanter Afternoon Tea.

So wünschen wir uns das auch bei unserer Veranstaltung. Dazu kommt eine Tanzshow mit Profitänzern. Diese war schon beim ersten Mal sehr unterhaltsam und bietet auch den Gästen etwas, die lieber an ihrem Tisch bleiben.

Wie würden Sie jemandem, der noch nie dabei war, den Tea Dance im Carlton beschreiben?

Zunächst einmal erwartet die Gäste ein sehr guter Afternoon Tea. Ich habe selbst einen Gastronomieführer für Teelokale in der Schweiz geschrieben und beschäftige mich entsprechend viel mit dem Angebot. Das Carlton gehört für mich zu den besten Adressen für einen Afternoon Tea.

Dazu haben wir ein sehr erfahrenes Tanzorchester engagiert. Das ist gar nicht so einfach, denn Tanzmusik muss präzise gespielt werden. Das Tempo muss zum jeweiligen Tanz passen, damit sich die Paare auf dem Parkett wohlfühlen.

Zusammen mit der Tanzshow ergibt das einen gut gefüllten Nachmittag mit Musik, Vergnügen und gutem Essen.

Welche Musik wird gespielt? Geht es eher um historische Stücke oder um bekannte Tanzklassiker?

Eindeutig um Tanzklassiker. Dazu gehören die Evergreens für Foxtrott, Swing und Englisch-Walzer, aber auch lateinamerikanische Rhythmen wie etwa Bachata oder Salsa. Wir möchten verschiedene Vorlieben ansprechen.

Kann man auch allein kommen?

Ja, selbstverständlich. Es haben sich bereits mehrere Damen angemeldet, die allein kommen. Wie bei vielen Tanzveranstaltungen gibt es eher zu wenige Herren. Ich werde deshalb selbst, nebst anderen, auch als Taxitänzer einspringen.

Taxitänzer – das ist ein schöner Begriff. Was bedeutet er?

Ein Taxitänzer steht verschiedenen Gästen als Tanzpartner zur Verfügung und wechselt im Laufe der Veranstaltung zwischen ihnen. Das ist etwas anderes als eine feste Tanzbegleitung, die mit einer Person den ganzen Nachmittag verbringt.

Mit unterschiedlichen Partnerinnen zu tanzen, finde ich durchaus spannend. Beide müssen sich zunächst aufeinander einstellen. Dafür hat man ein paar Schritte Zeit – und dann findet man hoffentlich gut zusammen.

Gibt es einen Dresscode?

Wir haben ihn ganz bewusst kurzgehalten: „Be elegant.“ Britische Countrymode ist ebenfalls sehr willkommen!

Eleganz ist für mich aber nicht nur eine Frage der Kleidung, sondern auch eine innere Einstellung: wie man miteinander umgeht und welche Atmosphäre man gemeinsam schafft. Da spielen die Gäste und ihr „Spirit“ eine wichtige Rolle. Das hat bei der ersten Veranstaltung sehr gut funktioniert.

Was ist im Ticketpreis enthalten?

Das Ticket kostet 115 Schweizer Franken. Dazu gehören der Afternoon Tea, das Liveorchester und die Tanzshow. Wer sonst zu Tanzveranstaltungen geht, ist häufig niedrigere Eintrittspreise gewohnt. Bei uns kommt aber eben das ganze kulinarische Angebot dazu, und auch die Musiker wollen bezahlt sein.

Deshalb sind wir unseren Sponsoren sehr dankbar, darunter THE BRITISH SHOP. Ohne diese Unterstützung wäre die Veranstaltung deutlich teurer.

Welche Wünsche haben Sie für die Zukunft der Tea-Dance-Party?

Wir möchten die Veranstaltung gern einmal im Jahr durchführen und damit Kontinuität schaffen. Schon jetzt hören wir von Menschen, die dieses Mal nicht kommen können, aber beim nächsten Mal gern dabei wären.

Außerdem würden wir die britische Community in der Schweiz gern noch stärker einbeziehen. Wir möchten Menschen erreichen, die Freude an dieser Verbindung von britischer Teekultur, Musik und Tanz haben, und so nach und nach unser Publikum finden.

Worauf freuen Sie sich persönlich am meisten?

Auf viele Gäste und eine gute Stimmung. Als Veranstalter hat man natürlich immer ein bisschen Druck im Nacken und hofft, dass alles gut läuft. Aber am meisten freue ich mich darauf, dass die Menschen einen schönen Nachmittag miteinander verbringen. Und selbst tanzen werde ich natürlich, wie gesagt, auch.

Was möchten Sie jemandem sagen, der noch überlegt, ob ein Tea Dance etwas für ihn ist?

Kommen Sie! Und für Nicht-Afternoon-Tea-Fans: Es gibt auch ein Glas Champagner dazu! Vor allem aber erwartet Sie ein schönes Erlebnis in einem besonderen, gepflegten Ambiente. Wer die feinen Dinge im Leben genießt, gutes Essen mag und Freude an Musik und Gesellschaft hat, ist bei uns richtig – ganz gleich, ob auf dem Tanzparkett oder beim Zuschauen.

Tea-Dance-Party im Carlton, Zürich
Samstag, 24. Oktober 2026
Ticket: 115 Schweizer Franken, inklusive Afternoon Tea, Liveorchester und Tanzshow
Dresscode: „Be elegant“
Informationen und Tickets: https://teadanceparty.ch/

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